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Konservierungsbehandlungen:
Deren
Aufgabe ist, die erkrankten, kariösen Zähne funktionell
und ästhetisch wiederherzustellen, damit eine Entfernung
des Zahnes zu vermeiden ist.
Wenn
die Veränderung nicht bis zur Zahnpulpe reicht, kann
die Rekonstruktion der Zahnkrone - nach der "Ausräumung"
der kariösen, weich gewordenen Zahngewebe - durch Plombierung
erfolgen, oder durch eine Einlage, die vom Zahntechniker
verfertigt wird und die genau in die im Zahn ausgearbeitete
Höhle passt (inlay).
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Die
Füllungen können aus Amalgam bestehen, oder aus
verschiedenen zahnfarbigen, auch ästhetisch entsprechenden
Kompositfüllstoffen. Den Stoff der Einlagen bildet
gewöhnlich Keramik oder Metall (in den meisten Fällen
Gold).
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verschiedenen Füllstoffen versehene Zähne |
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Über das
Amalgam:
Nach
unseren heutigen Kenntnissen gelten die zahnärztlichen
Füllstoffe, die im Umlauf sind, inklusive zahnärztkiche
Amalgame, als sicher und klinisch wirkungsvoll.
Seitens der Patienten stellt sich oft die Frage, ob
Amalgam gesundheitsschädlich ist. Als Antwort
teilen wir hier die Stellungnahme von WHO (Weltverband
zum Gesundheitswesen) in diesem Thema mit.
Der
Gebrauch von zahnärztlichem Amalgam
Zahnärztliches Amalgam wird in weiten Kreisen
angewendet, um Karies zu betreuen. Die Zahnheilkunde
benutzt Amalgam beinahe seit 100 Jahren. Die Qualität
der Legierung hat sich im Laufe der Zeit in großem
Maße verbessert. Füllungen aus Amalgam
sind haltbar und ökonomisch, dennoch haben sie
den Nachteil, nicht zahnfarbig zu sein. Obwohl auf
dem Gebiet der Forschung neuer zahnärztlicher
Füllstoffe ein bedeutender Fortschritt stattgefunden
ist, gibt es bis heute keinen anderen Füllstoff,
der in so einem weiten Kreis verwendbar wäre,
so eine einfache Verarbeitungstechnologie brauchte
und so vorteilhafte Eigenschaften hätte wie Amalgam.
Die Erscheinung neuer Füllstoffe zum Ersatz von
Amalgam hat die Kosten der zahnärztlichen Behandlungen
in erheblichem Maße in die Höhe getrieben.
Die
Zuverlässigkeit von zahnärztlichen Amalgamen
Füllungen aus zahnärztlichem Amalgam sind
zuverlässig, sie bedeuten keine Gefahr auf den
Patienten. Einige Komponenten von Amalgam können
- wie andere zahnärztliche Füllstoffe -
in gewissen Fällen Nebenwirkungen oder allergische
Reaktionen hervorrufen. Dem Quecksilber von minimaler
Menge, die bei der Zubereitung von Amalgamfüllungen
frei wird, konnte man bisher nicht nachweisen, ob
es eine gesundheitsschädliche Wirkung hätte.
Viele Kranke lassen sich bei gewissen Beschwerden
- die toxische Wirkung von Quecksilber befürchtend
- die Amalgamfüllungen tauschen. Jedoch gibt
es viele Fälle, in denen die Kranken auch in
Ermangelung objektiver Symptome um den Tausch der
Amalgamfüllung bitten. Zwar erschienen viele
Fallstudien und anekdotische Beobachtungen, kennen
wir keine gut kontrollierte Untersuchung, die eine
sich auf den ganzen Körper ausbreitende toxische
Nebenwirkung von Amalgamfüllungen bewiesen hätte.
Wir haben auch keinen wohlbasierten wissenschaftlichen
Beweis dafür, dass gegebene Symptome bei Systemerkrankungen
gelindert worden wären nach der Entfernung der
Amalgamfüllung. Deshalb muss der Patient bei
gewissen pathologischen Symptomen, nach einer entsprechenden
zahnärztlichen bzw. stomatologischen Untersuchung
und Behandlung zu einem anderem Spezialisten eingewiesen
werden.
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Zahnkaries
ist eine Volkskrankheit, und deren Vorbeugung ist
eine der wichtigen strategischen Zielsetzungen von
WHO. Auf dem Gebiet der Kariesprävention ist
eine bedeutende Entwicklung zu sehen, dennoch ist
weiterhin nötig, Karies durch Plombierung wiederherzustellen.
Das aus einer Legierung von Quecksilber und Silber
gefertigte Amalgam ist ein weit verbreiteter zahnärztlicher
Füllstoff. Obwohl nach unseren Kenntnissen die
in der Zahnheilkunde verwendeten Füllstoffe,
Amalgam inbegriffen, sicher sind, tauchten zahlreiche
Fragen in Bezug auf die gesundheitsschädliche
Wirkung des im Amalgam befindlichen Quecksilbers auf.
Nach der Analyse von zahlreichen, oft widersprüchlichen
Untersuchungen, Ergebnissen und Daten, hat WHO folgende
Stellungnahme zur Verwendung von zahnärztlichen
Amalgamen publiziert:
Beschäftigungs-Gesundheitsschäden
des zahnärztlichen Personals
Sind die arbeitshygienischen Voraussetzungen nicht
entsprechend, bedeutet der regelmäßige
Kontakt mit Quecksilber eine ernsthafte berufliche
Gefahr auf die MitarbeiterInnen im Sprechzimmer. Die
Einhaltung von arbeitshygienischen Vorschriften und
von modernen Technologien bei der Verarbeitung des
Amalgams, beziehungsweise die ständige Überwachung
vom Quecksilberdampfgehalt der Luft verringert die
Gefahr der Umweltbelastung in Sprechzimmern zu erheblichem
Maße.
Überlegungen
vom Umweltschutz
Das Quecksilber, das im Sprechzimmer des Zahnarztes
gebraucht wird, kann - wenn es in den Müll oder
ins Abwasser kommt - die Umwelt schwer belasten. Die
modernen zahnärztlichen Einheitsgeräte sind
mit Spezialgeräten ausgestattet, die den Metallabfall
zusammensammeln bei der Verfertigung bzw. Entfernung
von Amalgamfüllungen. Die heute verfügbare
Sammel- und Recyclingtechnologie verringert derartige
Umweltverschmutzung zu großem Maße - sogar
bei der Verbrennung von menschlichen Leichen.
Die
öffentliche Meinung und die Medien
Heutzutage wird die Bevölkerung mit einer mächtigen
Informationsmenge über Amalgame berieselt. Aus
Umweltschutzgründen beschränkte man die
Verarbeitung und zahnärztliche Verwendung von
Quecksilber in vielen Ländern. Jedoch übertragen
die Massenmedien diese Maßnahmen fehlerhaft
an die Bevölkerung in jenen Ländern, wo
die Umweltschutzmaßnahmen schon getroffen worden
sind. Das führt dahin, dass viele den sicheren
Gebrauch von Amalgam in Frage stellen und nach dem
Tausch ihrer Zahnfüllungen verlangen.
Nach unseren heutigen Kenntnissen gelten die verbreiteten
zahnärztlichen Füllstoffe, auch Amalgame
inbegriffen, als sicher und klinisch wirkungsvoll.
In gewissen Fällen können unangenehme biologische
Nebenwirkungen aufkommen, und diese Fälle müssen
auf entsprechende Weise behandelt werden. WHO hält
auch weiterhin für wichtig, zahnärztliche
Füllstoffe kontinuierlich auf Zuverlässigkeit
und Toxikologie zu prüfen.
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Wurzelbehandlung:
Wenn die Veränderung bis zur Zahnpulpe
reicht, verursacht sie dort eine Entzündung. Da müssen
die angesteckten, entzündeten und abgestorbenen Gewebe
aus dem Zahnhöhlensystem möglichst restlos entfernt
werden.
Dieser Eingriff ist die Wurzelbehandlung. Das entsprechend
ausgeräumte und desinfizierte Höhlensystem muss
mit einer Wurzelfüllung versehen werden. Ist die Wurzelfüllung
gut verfertigt, bleibt im Zahnhöhlensystem kein undichter
Teil (die Wurzelfüllung passt sich an die Wand und
reicht bis zur Spitze).
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| Röntgenbilder
von Wurzelbehandlung und -füllung |
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Eingriffe in Verbindung mit Zahnbettkrankheiten:
Zahnbettkrankheiten sind Krankheiten, bei
denen Bakterien in Zahnstein und Zahnbelag die Traggewebe
des Zahnes beschädigen. Bakterien verursachen anfangs
eine Zahnfleischentzündung, die durch entsprechende
Behandlung gänzlich geheilt werden kann. Bleibt die
Zahnfleischentzündung doch unbehandelt, kann sich der
Vorgang weiterverbreiten, infolgedessen wird das Zahnbett
irreversibel beschädigt, so werden die Zähne lose
und schließlich fallen sie auch hinaus.
Im Interesse der Prävention der Entwicklung von Zahnbettkrankheiten
ist unentbehrlich, die Zähne gründlich zu reinigen
und eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle
durchführen zu lassen, wo es nötigenfalls zur
Zahnsteinentfernung oder zu speziellen chirurgischen Eingriffen
am Zahnfleisch kommen kann.
Bei der Verfertigung von Zahnersatz und Füllungen ist
ein wichtiges Kriterium, dass diese nicht behindern, das
Zahnbett und das Gebiss sauberzuhalten.
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